Swiss Ice Hockey Cup

  • Muntermacher in der Fremde


    Der ZSC zog in Winterthur dank eines 4:1 gegen Zug in den Cup-Viertelfinal ein.


    Silvan Schweizer Winterthur


    Wenn draussen vor dem Stadion fast mehr Velos als Autos parkiert sind. Wenn ein österreichisches Skigebiet Werbung im Anspielkreis macht. Und wenn ZSC-Coach Marc Crawford sich nach einem 4:1 gegen Zug ohne Garderobenworte unverzüglich in den Teambus verzieht in freudiger Erwartung der Heimfahrt. Dann muss es ein aussergewöhnlicher Match gewesen sein. So wie dieser Cup-Achtelfinal.


    Weil im Hallenstadion zwischen zwei Events Umbauarbeiten stattfanden und auch die Zuger Bossard-Arena wegen der Herbstmesse besetzt war und somit für einen Abtausch nicht infrage kam, hatten die ZSC Lions umziehen müssen. Sie entschieden sich für die Eishalle Deutweg des Erstligisten Winterthur, die sie für 12 000 Franken mieteten. Einen Ansturm erlebte die Stadt wegen der Affiche jedoch nicht: Nur 1800 der 2500 Plätze fassenden Arena waren besetzt. So glich die Atmosphäre denn auch eher einem gemütlichen Vorbereitungsmatch als einem leidenschaftlichen Cup-Fight.


    Der kleine Zürcher Fanblock forderte angesichts der Terminproblematik im Hallenstadion und des erzwungenen Gastspiels in der Fremde auf einem Transparent: «Hockeystadion in Züri – jetzt!» Allerdings hätte die Partie wohl auch daheim in Zürich nicht viel mehr Zuschauer angelockt. Das von den Organisatoren ausgerufene Cupfieber hat noch nicht um sich gegriffen.


    Flüeler hält, Seger punktet


    Immerhin liessen die beiden Trainer ihre Teams in Bestbesetzung antreten. ZSC-Coach Marc Crawford stellte seine Sturmlinien nach den zuletzt wenig überzeugenden Auftritten um, liess etwa Roman Wick und Ryan Keller wieder wie oft im letzten Winter mit Center Luca Cunti spielen. Und der Entscheid machte sich bezahlt: Die Formation steuerte zwei Tore bei – besonders sehenswert war das 3:1 nach einem Sololauf Cuntis. Einen auffälligen Abend erlebte auch Captain Mathias Seger, der an drei Treffern beteiligt war. Und Goalie Lukas Flüeler war vor allem in der Anfangsphase als Rückhalt gefragt.


    65 000 Franken Prämie


    Die Zürcher zeigten sich in der Offensive druckvoller und kreativer als zuletzt – vor allem im Vergleich mit dem 2:3 nach Penaltys am Montag gegen Gottéron. Allerdings wirkte Gegner EVZ auch seltsam zahm, was Trainer Harold Kreis spürbar verärgerte und etwas ratlos zurückliess. Kein Vergleich zum Duell von vor zwei Wochen, als die Zentralschweizer daheim 4:0 gewannen.


    Als Formbestimmung dient das gestrige Aufeinandertreffen eher nicht. Ein Muntermacher für die ZSC Lions ist es allemal: Der Einzug in den Viertelfinal bringt ihnen total 65 000 Franken ein. Ihr Gegner wird heute Mittag ausgelost.

    © Tages Anzeiger

  • Im Fussball ist das nicht besser.


    Der FC St. Gallen, der in der Meisterschaft einen Schnitt von 13'507 hat, brachte gestern gerade mal 6'825 Schnäuze zusammen.


    Ausser dem Cup Final interessiert das auch nicht wirklich und selbst der Final war in den letzten Jahren nicht ausverkauft.

  • De Cup isch so absolut für d'Füchs.


    Im Sport aktuell händ's geschter so näbedbi erwähnt, dass de HCD gäge Visp verlore hät.
    Die andere Resutlat chan mer im Internet uf de SRF-Siite go nahläse, hät de Moderator gmeint.


    Voll geil ;o)

  • Quote from Larry

    Im Fussball ist das nicht besser.


    Der FC St. Gallen, der in der Meisterschaft einen Schnitt von 13'507 hat, brachte gestern gerade mal 6'825 Schnäuze zusammen.


    Ausser dem Cup Final interessiert das auch nicht wirklich und selbst der Final war in den letzten Jahren nicht ausverkauft.


    Man darf vor allem nicht vergessen, dass z.B. 2500 Zuschauer zwar bei den meisten/allen Clubs weniger sind, als sie in der Meisterschaft haben, aber da keine Saisonkartenbesitzer darunter sind, sind dies oftmals mehr zahlende Kunden als an einem Dienstag-Spiel. Auch gestern beim ZSC. Es kamen zwar nur 1'800 Zuschauer, aber dies sind mehr zahlende Kunden, als an vielen Dienstagabendspielen. Beim Spiel ZSC-Zug in der Meisterschaft hatten wir 7'800 Zuschauer. Das sind abzüglich Saisonkarten noch ca. 800 Zuschauer und davon sind immer auch noch einige Gratis-Billette (Züspa, Sponsoroen, Wettbewerbe, etc.).


    Zudem nehmen die Clubs noch einen ansprechenden Batzen mit den Prämien ein und für die Unterklassigen Klubs, die ja in den ersten beiden Runden super Zuschauerzahlen hatten, ist es sowieso eine zusätzliche Finanzspritze, die man gut gebrauchen kann. Sogar bei GC - ZSC (ein absolut unnötiges Cup-Spiel) kamen mit 500 Zuschauer rund 2-4 mal so viele Zuschauer wie an einem normalen Heimspiel. Und die Clubs werden solange diesen Wettbewerb spielen, wie er Geld bringt und wenn etwas Geld bringt (sie Champions League im Fussball) gewinnt er an Stellenwert. Und wenn man sieht, dass die Clubs den Wettbewerb ernst nehmen, weil er Geld bringt, dann werden auch die Leute mit der Zeit Gefallen daran finden.


    Ich bin da nicht so pessimistisch. Insbesondere da man gestern (und auch in der ersten Runde bei Rappi) gesehen hat, dass Überraschungen zwar sehr schwer sind im Eishockey, aber eben nicht per se ausgeschlossen. Es ist nicht wichtig, dass es dauernd Überraschungen gibt (wie z.B. im Österreichischen Fussball Cup), das bedeutet nämlich, dass er von den grossen Teams gar nicht ernst genommen wird. Damit aber die kleinen Teams (und vor allem deren Fans) hoffen können, muss es ab und zu eine Überraschungen geben und das ist gestern (zum Glück) passiert.


    Geben wir dem Cup Zeit, er ist ja für drei Jahre finanziell gesichert. Wenn mit den Jahren ein bisschen Cup-Atmosphäre aufkommt, wäre super, wenn nicht, dann können wir ja wieder nur eine (langweilige) Quali machen wie die letzten 40 Jahre. Verlieren kann dabei niemand.

  • Im Sport aktuell händ's geschter so näbedbi erwähnt, dass de HCD gäge Visp verlore hät.
    Die andere Resutlat chan mer im Internet uf de SRF-Siite go nahläse, hät de Moderator gmeint.


    Da müesst s'TV natürli au mit zie......aber die sind ja nur am SC (Schüblig Cup) intressiert.

  • Quote from gringo

    Dä Cup isch en Blick-Brunz. Das interessiert niemert! Davos spielt mit Juniors und ohni en Teil vo sine Usländer: seit alles


    isch im grosse Fuessball ja nöd würklich andersch.

  • Cup-Viertelfinale (15.12.)
    Genf-Servette (NLA) - Rapperswil-Jona Lakers (NLA)
    EHC Visp (NLB) - ZSC Lions (NLA)!!!!
    SCL Tigers (NLB) - SC Bern (NLA)
    HC Ambrì-Piotta (NLA) - Kloten Flyers (NLA)

  • Quote from 007

    Cup-Viertelfinale (15.12.)
    Genf-Servette (NLA) - Rapperswil-Jona Lakers (NLA)
    EHC Visp (NLB) - ZSC Lions (NLA)!!!!
    SCL Tigers (NLB) - SC Bern (NLA)
    HC Ambrì-Piotta (NLA) - Kloten Flyers (NLA)


    geilomat...

  • Weltklasse! Im Viertefinal bekommen wir doch noch unser richtiges Cupspiel. Zudem stehen die Chance jetzt sogar sehr gut für den Einzug ins Halbfinale (welches übrigens sicher nicht im Hallenstadion stattfindet).


    Da muss man ja sogar an einem Montag ins Wallis. ;-)

  • Quote from Zesi 05

    Weltklasse! Im Viertefinal bekommen wir doch noch unser richtiges Cupspiel. Zudem stehen die Chance jetzt sogar sehr gut für den Einzug ins Halbfinale (welches übrigens sicher nicht im Hallenstadion stattfindet).


    Da muss man ja sogar an einem Montag ins Wallis. ;-)


    Yup, und auch das Berner Derby dürfte aus Langnauer Sicht sehr interessant werden!

  • Es geht beim Cup ja auch etwas um eine allgemeine Werbeaktion zu Gunsten des Eishockeys in der Schweiz, um mal etwas die ausgetretenen Pfade zu verlassen, und evtl. Leute anzusprechen, welche sonst nicht an Hockeyspiele gehen. Und natürlich gibt es Verbesserungspotential, z.B. bei der maximalen Anzahl der erlaubten Ausländer, aber wenn man nach Jahrzehnten einen Cup reaktiviert ist klar, dass nicht alles perfekt ist.


    Das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, und demonstrativ einen auf Verweigerung zu machen, halte ich für stillos. Insbesondere von einem Klub, welcher ansonsten immer sehr eifrig Solidarität einfordert, aber offenbar eine ganz eigene Interpretation des Begriffs hat. Zu den Blütezeiten hat man aufgrund des Streites zwischen RvA und Krüger gleich das ganze HCD-Team als "solidarisch" mit RvA erklärt - kaum einer leistete einem Nati-Aufgebot noch Folge. Währenddem beim Rest der Spitzengruppe oft soviele Spieler fehlten, dass kaum ein normales Training möglich war, bereitete sich der HCD in corpore und aller Ruhe auf die PO's vor. Und damals gab es bekanntlich noch keine "erweiterte Nationalmannschaft", so dass für jeden Anlass ein paar andere Spieler aufgeboten werden konnten. Dass die Naticracks teilweise verletzt von diesen Anlässen zurückkehrten, sei nur am Rande erwähnt. Eine etwas eigenwillige Solidarität, die da zum eigenen Vorteil gelebt wurde.


    Geht es um den Spengler-Cup, ist das Geschrei aus den Bergen gross, wenn man wagt, den sportlichen Wert des Turniers anzuzweifeln, oder der Rest der Liga findet, während dieser Zeit könne man mehr Zuschauer an die Meisterschaftsspiele locken, oder Ausweichtermine wahrnehmen. Da wird dann kräftig auf die "Solidaritäts-Pauke" gehauen. Nun, mittlerweile ist immerhin die Entschädigung für den Unterbruch der Realität angepasst worden - die Solidarität ist somit grösstenteils "gekauft".


    Aber eben, wenn man stets selbst Solidarität einfordert, andererseits sich aber um gemeinsame Aktionen wie eben den Cup foutiert und allen signalisiert "ihr könnt uns mal", so muss man sich nicht wundern, wenn das Verständnis für HCD-Anliegen evtl. dann nicht mehr ganz so gross ist wie auch schon.

  • Quote from torrente

    Wie hoch fallen diese Entschädigungen eigentlich aus? Gibts da Zahlen?


    ...soll insgesamt etwa bei TCHF 800 liegen - somit durchschnittlich wohl gegen TCHF 70 pro NLA-Klub für die spielfreie Woche. Die Frage ist, wieviel ein Klub ansonsten einnehmen könnte, würden 1 - 2 Heimspiele ausgetragen. So aus dem hohlen Bauch heraus würde ich schätzen, dass man in Bern und Zürich nicht gerade "fürsi" macht mit dem Betrag - in Ambri wohl eher.

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