Lausanne - ZSC (Playoff 1/4-Final / 21.04.21)

  • Bin mir nicht sicher, Gardner ist in der PSO und die Stellen nur die Anträge. Aber der Einzelrichter ist doch unabhängig und kann/muss selber entscheiden oder?

    Ist wohl so, wobei der Einzelrichter nur auf das eintreten kann, was der PSO meldet. Und was der PSO meldet, ist glaubs nicht öffentlich ersichtlich oder irre ich mich da?

  • Hört doch mal auf mit dem Mimimimimi. Mir sind de ZSC, nöd Chloote.


    Morn abig Halbfinalist

    DANKE! :applaus:


    Dieses Kindergartengetue "aber die anderen sind sooo böse und sooo gemein" nervt nur noch. Ja, Lausanne spielt hart und dreckig, ja man hätte die eine oder andere Strafe/Sperre mehr aussprechen sollen. Aber müssen wir deswegen zu den selben Mitteln greifen wie Lausanne und Rumheulen vor dem Schiriobmann bzw. den Gegner unfair attackieren?


    NEIN, weil wie Colin so schön sagt, MIR SIND ZÜRI. Wir haben hueresiech nomal genug gute Spieler, die das spielerisch lösen können (Hollenstein, Roe, Noreau, Bodenmann etc.). Wir müssen einfach so spielen wie in den Games 2 und 3. Defensiv solid, mit einer gesunden Portion Härte, druckvoll nach vorne und kaltblütig im Abschluss. Und nicht Alibi-Hockey zeigen wie in der Quali oder gestern im letzten Drittel. Wir nerven sie nicht, indem wir uns auf dasselbe Niveau herunterlassen, sondern wir können sie am meisten nerven wenn wir sie einfach in die Ferien schicken, am besten bereits morgen Abend!

  • Eine Playoff-Serie wird zum Hassduell

    Topskorer Sven Andrighetto gesperrt, drei Spieler verletzt – Lausanne scheint die ZSC Lions vor Spiel 6 vom Freitag dort zu haben, wo es sie haben will. Und giesst weiter Öl ins Feuer.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 18:31 Uhr

    Playoff-Infight: Marcus Krüger liegt benommen am Boden, Ronalds Kenins drückt seinen Kopf runter. Playoff-Infight: Marcus Krüger liegt benommen am Boden, Ronalds Kenins drückt seinen Kopf runter. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

    Das Spiel 5:2 gewonnen, den Topskorer des Gegners malträtiert, bis er die Nerven verlor und als Folge gesperrt wurde, dazu drei Spieler verletzt – der Mittwoch war ein produktiver Tag für den Lausanne HC. Doch die Vaudois haben noch lange nicht genug. So tobte ihr Mitbesitzer Petr Svoboda, als die eine Spielsperre gegen Sven Andrighetto bekannt war, gegenüber «24 heures»: «Diese Sanktion ist inakzeptabel. Dieser Crosscheck war bösartig, vorsätzlich, kriminell. Solche Dinge haben nichts zu suchen in einer Eishalle.»

    Svoboda und der Sittenzerfall

    Es ist schön, zu hören, dass sich Svoboda Sorgen macht um die Sitten im Schweizer Eishockey. Allerdings haben ihn die zahlreichen Entgleisungen des Lausanner Captains Mark Barberio (er erhielt sechs Spielsperren) nicht gestört. Oder jene von Cody Almond oder Aurélien Marti.

    Der Respekt vor der Gesundheit des Gegners ist in dieser hitzigen Serie verloren gegangen. Sinnbildlich dafür, wie Lausannes Marti den ZSC-Schweden Marcus Krüger am Mittwoch zuerst kopfvoran in die Torumrandung checkte und dann Ronalds Kenins den Kopf des wehrlos am Boden liegenden Gegners aufs Eis drückte.

    Anklage via Twitter

    Aber zurück zu Andrighetto. Mindestens zwei Spielsperren wären angebracht, findet Svoboda. Das würde bedeuten, dass der beste ZSC-Stürmer in dieser Serie sicher nicht mehr eingreifen würde. Um die Botschaft zu untermalen, bastelte das Social-Media-Team des LHC für Twitter einen Zusammenschnitt von drei Checks gegen den Nacken. Joël Genazzi gegen Julian Schmutz, Jesse Zgraggen gegen Phil Baltisberger und Andrighetto gegen Charles Hudon. Die Spielsperren: zwei, drei, eine. Am Schluss Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, vor einem Feuer und dazu die bange Frage: «Sind alle gleich?»

    Die Lausannner haben Rekurs eingelegt gegen die Sperre Andrighettos, um ein höheres Strafmass zu erwirken. Doch mit ihrem Videozusammenschnitt könnten sie ein Eigentor geschossen haben. Denn es ist offensichtlich, dass die ersten beiden Aktionen gravierender sind, auf offenem Eis, völlig aus dem Blauen heraus, gegen einen Gegner mit primärem Kontaktpunkt Nacken. Bei Andrighetto rutscht der Stock bei seinem Crosscheck vom Rücken nach oben. Die Aktion ist nicht gentlemanlike, passiert aber in der Hitze des Gefechts.

    «Sollen wir alle Szenen zusammenschneiden, in denen unsere Spieler attackiert wurden? Das ist Kindergarten.»
    Peter Zahner, CEO ZSC Lions

    «Die Lausanner hätten gar keine Bilder aus der Qualifikation suchen müssen, es gibt von ihnen schon genug aus dem Playoff», sagt ZSC-CEO Peter Zahner. «Sollen wir nun alle Szenen zusammenschneiden, in denen unsere Spieler attackiert wurden? Auf dieses Niveau begeben wir uns nicht. Das ist Kindergarten.»

    Wie auch der Vorstoss Svobodas, die Anzahl der erlaubten Begleitpersonen der ZSC Lions beim Auswärtsspiel in Lausanne auf acht zu beschränken. So wurde etwa der Zürcher Buschauffeur von der Liste gestrichen. Was Zahner aber wirklich besorgt: wie viele böse Attacken in dieser hitzigen Serie schon von den Schiedsrichtern nicht sanktioniert oder schlicht übersehen wurden.

    Chance für die Reservespieler

    Bei den ZSC Lions fielen am Mittwoch Marcus Krüger, Marco Pedretti und Teemu Rautiainen verletzt aus. Wie es im Playoff Usus ist, geben die Zürcher keine Details bekannt. Wie Pedretti vom Eis geführt wurde, lässt für ihn aber nichts Gutes erahnen. Gut möglich, dass die Zürcher in Spiel 6 im Hallenstadion vier Spieler ersetzen müssen. Dominik Diem und Willy Riedi werden sicher nachrücken, Axel Simic und Ryan Hayes sind zwei weitere Kandidaten. Sie haben in einer Gruppe zusätzlicher Spieler weitertrainiert.

    Grönborg fordert Disziplin

    Klar ist, dass die Zürcher eine Qualitätseinbusse hinnehmen müssen. Die grosse Frage ist, wer Andrighetto im ersten Sturm ersetzt. Ryan Lasch ist die wahrscheinlichste Variante. Roman Wick wäre eine andere. Coach Rikard Grönborg appelliert derweil, ruhig Blut zu bewahren. «Wir wissen, dass sie einige Spieler von uns jagen», sagt er. «Aber wir müssen diszipliniert bleiben und den Schiedsrichtern vertrauen. Bei fünf gegen fünf haben wir erst zwei Tore erhalten», rechnet der Schwede vor. Also: Unnötige Strafen vermeiden.

    Dann fügt aber auch Grönborg an: «Wir sehen alle, was sie tun wollen. Es ist erbärmlich.» Eine Serie, die ganz harmlos begann, ist zum Hassduell geworden.

  • Das erinnert mich an 2005 als man das Foto eines verletzten Spielers mit Photoshop schlimmer aussehen liess und beim Einzelrichter einreichte:


    Hockeyfans - Background


    "Im Playout-Finale gegen Fribourg gingen die Nerven dann definitiv verloren: Aus einer Zeitungsprognose der Freiburger Zeitung "La Liberté", wonach der Topscorer und Hitzkopf Eric Landry speziell provoziert werden soll, leitete der Lausanne-Trainer Bill Stewart Verletzungsabsicht und entsprechende Zitate des Trainers Mike McParland her. Nachdem Stewart in Spiel 1 Attacken feststellen konnte, brachte er seine Angst um Landry vor Spiel 2 mit Plakaten an die Schiedsrichter-Garderobe an und in Spiel 3 wurde Landry schliesslich tatsächlich verletzt nach einem harten Check von Jeff Shantz.

    (...)

    Kaum straffrei bleiben dürfte jedoch das Senden eines retouchierten Fotos von Eric Landry an die Medien, als man Fribourg bei der Verletzung Landrys in der Medienmitteilung hart attackierte und gar die Streichung der Playouts forderte. Der Club beteuert zwar, dass eine externe Person das Foto manipuliert und ihnen zugespielt habe, scheint aber nicht gewillt zu sein, diese Behauptung zu beweisen. Der Lausanne HC ist also auch mit seiner neuen Clubführung für Skandale und Trainerwechsel gut."

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