Playoff Halbfinal, HCD vs. ZSC

  • Was raucht dä Bayer??

    Zitat

    Marco Bayer lobt die Mannschaft

    Man habe bei den Bündnern das Selbstvertrauen gespürt, das sie sich in der Qualifikation erarbeitet hätten, sagte Bayer. Und es sei nicht wegzudiskutieren, dass es für sein Team eine schwierige Saison gewesen sei. «Wenn du zwei Jahre lang alles gewonnen hast, ist es menschlich, dass sich eine gewisse Zufriedenheit breitmacht. Zudem hatten wir immer wieder verletzte Schlüsselspieler. Für diese schwierigen Umstände haben wir eine gute Regular Season gespielt. Hut ab vor der Mannschaft.»

  • Natürlich meine Meinung: Beim Goali ist der Fehler passiert sein, er hätte Hrubec mit Zubi zwischendurch entlasten sollen. Zudem wäre eine Rotation mit den Feldspieler Imports durchaus ein Vorteil gewesen, da die Performance durchgehend ziemlich durchzogen war.

    Und man sollte nicht mit jedem verdienten Ü30 Spieler verlängern sondern den Grubers und Co. zumindest ab und an ein Chance geben.

  • wenn der trainer nicht gewechselt wird, verstehe ich die welt nicht mehr. klar, letztes jahr konnte man fast nicht anders als den vertrag zu verlängern, obwohl dies wohl eher contrecoeur erfolgte. was hat bayer erreicht dieses jahr, in bezug auf niveau halten der besten spieler und vor allem auch die jungen einen schritt weiter zu bringen? nada, zero! im gegenteil, die jungen haben einen schritt zurück gemacht, insbesondere rohrer aber auch riedi; segafredo und olsson in der versenkung verschwunden. wir sind die grösste hockey organisation in europa, eine der absoluten top adressen, mit strahlkraft in ganz europa. bayer als trainer, das passte so wenig wie ein patrick rahmen zu real, barca oder man city...

    • Offizieller Beitrag

    und falls, wie hier drin nicht selten behauptet, er nur jeweils ausführt bzw. ausführen darf, was die GL bewilligt, er aber das eigentliche sc genie ist, dann ist er kein sportchef, sondern lediglich die ausführende hand der GL.

    Die Befehlskette ist LF>PZ>SL, das dürfte klar sein.

    Er macht Transfers, die wohl meist abgenickt werden.

    Soll ein Trainer entlassen werden wird es schwierig, es muss nur einer der ersten zwei dagegen sein.

    Sollte SL an MB festhalten (was wir nie erfahren werden) bin ich kein Mitglied mehr des SL Fanclubs.

    Aber Roli, Du als #1 SL Basher, bring doch mal einen Namen, wer soll denn Sportchef des ZSC werden?

  • So, der Tag danach. Man kann nicht jedes Jahr Meister werden. Ist für einen Mann in meinem Alter auch in Sachen Feierlichkeiten nicht verträglich. Auch ich brauche Pausen. Den Spot und Hohn in den sozialen Medien haben wir. Vor allem natürlich von der subventionierten Bergaffen Fraktion. Aber ja, Neid ist die grösste Art der Anerkennung.

    Zudem mache ich mir um den ZSC keine Sorgen. Top Organisation. Es gibt Sportverein in der Stadt Zürich, bei denen ich mir nur einen Bruchteil dieser guten Arbeit wünschen würde. Und nein, ich meine nicht den Curlingclub Dolder.

    Man muss dem HCD gratulieren. Aber man muss auch Gottéron gratulieren. Mit einem minimalen Budget und einem Lonley Cowboy Kader in den Final gearbeitet. Das schafft auch nicht jeder. Wahnsinn. Das wird sicher der beste Final den es je gegeben hat.

    Und beide Fangruppen sind ja eine Art befreundet. Wegen dem SC. Man gönnt fast dem anderen den Titel. Toll, das es im Sport noch solche Geschichten gibt. Eine Art Stundenhotel Amour Fou. Mir kommen schon beim Schreiben fast die Tränen.

    Was mich aber eigentlich am meisten freut ist, dass diese rührende Geschichte nicht für beide ein Happy End haben wird. Eine Mannschaft inkl. deren Entourage in gelb/blau oder schwarz/weiss wird fassungslos dort sitzen (und über den Schiri jammern, die Verletzten, die Verschwörung im CH Hockey, dass die anderen eh nur wegen der Kohle gewonnen haben bzw. sie nach abgestandenem Fondue oder Miststock gerochen hätten) während ich mir kurz überlege, wie geil eigentlich die letzten beiden Jahre mit 3 Titel waren. Den Traum wahrgemacht.

    Und dann werde ich in Juliettes oder Stronsksy Augen schauen, der eine mit Freudentränen und der andere am Boden zerstört und mir grinsend, genüsslich einen Gin Tonic kredenzen und wissen, dass ich beide Arschgeigen in der nächsten Saison so oder so nicht mehr auf CH-Eis sehen werde.

    Mir sind Züri.

  • Logo.
    Das heisst ja nöd, dass mer dänn immer sälber vor Ort isch. Aber känne vill, wo Freud händ, wänn's au mal an Match chönd.
    Die lönd sich teilwiis au no eifach begeischtere vo de SLA ;)

    Haha, denn isch guät! :nick: :thumbup::wow:
    Glaubi! Und d‘Halle bliebt ja au imposant - ob mit oder ohni Bayer. :)

  • So, der Tag nach dem Ausscheiden. Enttäuscht ja, frustriert Nein. Das Team hat gestern in Davos einen ordentlichen Auftritt hingelegt und alles gegeben. Das es nicht reichte war wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass der HCD in dieser Serie einfach einen Tick effizienter war. So ist Sport und das gilt es zu akzeptieren.

    Was mich zum Teil aber wirklich stört sind einfach Schuldzuweisungen, die weder Hand noch Fuss haben. Es geht nicht, dass man Beyer bei den Titeln letztes Jahr quasi jegliche Erfolgsbeteiligung verweigert, um ihn dann in diesem Jahr als alleinschuldigen hinzustellen. Ist nicht korrekt und nicht fair.

    Wie weiter? Ein Scheitern im Halbfinale bedeutet nicht, dass nun alles umgestoßen werden muss. Gewisse Änderungen sind ja bereits in de Pipeline. Knak, Berni und Stömwall werden uns guttun.

    Das mit den jungen ist so eine Sache, viele fordern sie, aber ist es dann OK im Viertelfinale zu scheitern dafür haben 5 Junge gespielt? Ein junger muss sich seinen Platz erkämpfen, und bei einem solchen Kader geht, dass halt nicht direkt über den ersten Block, es sei denn er sei ein Jahrhunderttalent.

    Brauchen wir einen neuen Trainer? Ich weiss es nicht, vor allem wüsste ich nicht wer. Ein Kanadischer NHL Haudegen; eher nicht, die kennen das CH Hockey zu wenig und wahrscheinlich blieben da die Jungen auch auf der Strecke. Mit Skandinaviern hatten wir mässigen bis gar keinen Erfolg.

    Ein Schweizer? Evtl. ja, aber die Erwartungshaltung bei uns ist halt eine andere wie in Langnau oder Ambri oder sonst wo?

    Was mir an unserer Organisation eigentlich sehr gut gefällt, ist die Tatsache dass man die Spieler und den Staff als Menschen betrachtet, auch mit viel Empathie! Das kann zuweilen sicher auch dazu führen, dass man ab und an zu lange an einer Personalie festhält. Ist mir aber lieber als die Hire and Fire Mentalität von z.B. Lausanne, Bern oder Zug. Es wird schon auch einen Grund geben, dass viele Spieler lange bei uns bleiben, und es wird nicht nur das Geld sein.

    Und an alle die frustriert sind, es ist halt auch so dass es keine Erfolgsgarantie gibt, egal was man macht. Wenn man eine Saisonkarte kauft, bedeutet das nicht automatisch einen Meistertitel oder 26 fantastische Heimspiele.

    Ich bin gespannt an welchen Schrauben man dreht.

    Jetzt freu ich mich auf die WM und an weiteren sachlichen anständigen Diskussionen im Forum!

    Hebed eu Sorg und vergesst nicht dass Hockey am Ende des Tages immer noch ein Spiel ist!

  • Fun fact (wenn das stimmt):

    Schreiber hat es doch tatsächlich geschafft, mit 56 Sekunden Eiszeit eine -1 Bilanz zu holen.

    Wahrlich ein Davoser Junge. :applaus:

    Sein neuer Arbeitsgeber wird es sicherlich zu schätzen wissen. Für mich nicht verständlich weshalb er noch eingesetzt wurde, ist ja nicht der erste Patzer mit Folgen.

  • Gebe dir in gewissen Punkten recht. Aber ich traue einem Leuenberger oder Paterlini einfach mehr zu als Bayer. Es muss für mich kein NHL General sein. Aura etc. gibt es ja nicht nur in der NHL.

    Und bin auch nicht der Meinung das alles was gut war von der Mannschaft kam und alles andere war der Coach. Und vielleicht hatte Bayer Pech in eine Saison einzusteigen, in der von Anfang an vieles harzig lief. Aber er hat seine Handschrift nie vermitteln können oder die Mannschaft hat sie nie umgesetzt. Das PP war eine Dauerbaustelle. Und er hat lieber einen Hollenstein noch 7x gebracht, als einen Gruber einzubauen. Bayer ist selten bis nie Risiken eingegangen. Er sagt selber es sei kein Freund von dauernden Veränderungen. Das hat man wahrlich gesehen. Das ist für mich am Ende zu wenig. Weil es die Mannschaft UND die Organisation nicht weiterbringt. Weil es der ZSC ist und nicht Langnau. Eine Garantie auf Erfolge hat man nie und man gewinnt auch keine 26 Heimspiele Egal wer an der Bande steht. Aber unser Hockey war am Ende weder attraktiv noch erfolgreich. Und das hat AUCH stark mit Bayer zu tun.

    Es geht auch nicht darum Jugend forscht zu proklamieren. Wir sind wie erwähnt weder Ambri noch Langnau. Aber junge Spieler sollen ab und an eine Chance kriegen. Und damit meine ich mehr als einen 15 Sekunden Einsatz, wenn es 6-0 steht. Und in der Quali geht das auch ohne Risiko. Und dann geht es halt dann in den Playoffs um Qualität. Und wer sie nicht hat spielt nicht. Aber wie willst du die Aufbauen, wenn du vorher nie spielst.

  • Sein neuer Arbeitsgeber wird es sicherlich zu schätzen wissen. Für mich nicht verständlich weshalb er noch eingesetzt wurde, ist ja nicht der erste Patzer mit Folgen.

    M. Bayer ist kein Freund von dauernden Wechseln.. sagt er selber.

    Könnte ich noch verstehen, wenn man sagt ok, der junge Mann soll gefördert werden und muss auch Fehler machen können. Aber er bleibt ja nicht mal beim ZSC...

  • Die Einordnung „enttäuscht ja, frustriert nein“ ist grundsätzlich nachvollziehbar – gerade wenn man die Serie nüchtern betrachtet. Der ZSC hat gegen den HC Davos kein schlechtes Hockey gespielt, aber genau das ist auf diesem Niveau das Problem: „nicht schlecht“ reicht für diese Organisation schlicht nicht mehr.

    Der ZSC ist heute nicht mehr einfach ein Top-Team der Schweiz – er ist eine der führenden Organisationen in Europa. Mit dieser Entwicklung ist auch der Anspruch gewachsen: es geht nicht nur um Resultate, sondern um Dominanz, Entwicklung und Identität auf dem Eis.

    1. Sport ist nicht planbar – Entwicklung schon

    Ja, der Sport bleibt unberechenbar. Serien kippen durch Details wie Effizienz, Special Teams oder Goaltending. Dass Davos „einen Tick effizienter“ war, ist eine valide Beobachtung.

    Aber: Was planbar ist, ist die Entwicklung eines Teams über eine Saison.

    Und genau hier liegt der Kern der Kritik:

    • Kein klar sichtbarer Fortschritt im Spielsystem
    • Keine offensive Entwicklung, die Spiele gewinnt
    • Kaum Spiele, die man als „dominant“ oder „unterhaltsam“ bezeichnen würde

    Für eine Organisation wie den ZSC ist das zu wenig. Es geht nicht nur darum, ob man gewinnt – sondern wie.

    2. Leistung vs. Erlebnis – ein unterschätzter Faktor

    Ein zentraler Punkt ist der fehlende Unterhaltungswert: „Ich kann mich an kein Qualifikationsspiel erinnern, an welchem ich wirklich unterhalten wurde.“

    Das ist kein Fan-Rant – das ist ein ernstzunehmender Indikator. Top-Organisationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie:

    • Spiele kontrollieren
    • Tempo diktieren
    • eine klare Spielidee transportieren

    Beim ZSC war sichtbar:

    • hoher Einsatz (vor allem in der PO)
    • viel Kampf (vor allem in der PO)
    • aber limitierte offensive Kreativität (ganze Saison)

    Kurz gesagt: Das Team hat gearbeitet – aber selten begeistert.

    3. Spieler vs. System – wer trägt die Verantwortung?

    „Am Ende schiesst der Spieler den Puck in den Schoner.“

    Aber auf diesem Level gilt auch:

    • Systeme kreieren Chancenqualität
    • Coaching definiert Spielidentität
    • Entwicklung zeigt sich über Zeiträume, nicht einzelne Spiele

    Wenn ein Team konstant an Effizienz scheitert, ist das selten nur individuelles Versagen. Dann stellt sich die Frage, ob das System genug produziert.

    4. Kaderqualität vs. Output

    Der ZSC verfügt über einen der besten Kader der Liga. Wenn das maximale Output daraus „Kampf, aber nicht mehr rauszuholen“ ist, dann ist das ein Warnsignal.

    Top-Kader müssen:

    • Spiele entscheiden können
    • Gegner über Strecken dominieren
    • Lösungen finden, wenn Plan A nicht funktioniert

    Das war in dieser Serie – und über weite Strecken der Saison – nicht konstant der Fall.


    5. Organisation & Kultur – Stärke und Risiko zugleich

    Ein sehr wichtiger Punkt im Text: Menschlichkeit, Empathie, keine Hire-and-Fire-Mentalität

    Das ist absolut eine Stärke des ZSC:

    • Stabilität
    • Loyalität
    • langfristige Bindung

    Aber: Genau diese Stärke kann sportlich zur Schwäche werden, wenn notwendige Veränderungen zu spät kommen.

    Top-Organisationen müssen den Spagat schaffen:

    • Kultur bewahren
    • gleichzeitig Leistung kompromisslos einfordern

    6. Die entscheidende Frage: Was passiert jetzt?

    Ein Halbfinal-Out ist isoliert betrachtet kein Grund für einen radikalen Umbruch.
    Aber im Kontext:

    • fehlende spielerische Entwicklung
    • wenig offensive Identität
    • kein klarer Fortschritt über die Saison

    Dann ist es mehr als nur ein „Ausscheiden“. Es ist ein Signal.

    Fazit

    Der ZSC ist eine Top-Organisation mit Top-Ansprüchen

    • Das Team hat gearbeitet, aber nicht entwickelt
    • Der Output entspricht nicht dem vorhandenen Potenzial
    • Sport ist nicht planbar – Entwicklung schon

    Deshalb wäre es überraschend, wenn „nichts passiert“.

    Nicht zwingend ein kompletter Umbruch –aber klare Anpassungen an den entscheidenden Stellschrauben.

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